Generationenhilfe Ritter von Böhl

Generationenhilfe Ritter von Böhl

Die Generationenhilfe Ritter von Böhl ist ein wichtiges Element der sozialen Arbeit innerhalb der Verbandsgemeinde Deidesheim. Ein Pool von Menschen, die sich bereit erklärt haben anderen Menschen zu helfen, wird über die Stiftung Bürgerhospital koordiniert und eingesetzt. Dabei soll nicht nur die Hilfe jüngerer Menschen für ältere Menschen im Focus stehen: auch ältere Menschen, die in ihrem Leben Fähigkeiten erlernt haben die den jüngeren Generationen nützlich sein können, sollen durch ihre Hilfsleistungen sozialen Anschluss bekommen.
Interessenten, ob hilfesuchend oder eine Hilfsleistung anbietend, können sich unter folgender Telefonnummer erkundigen:
Ansprechpartnerin Frau Banemann  Tel.: 06326-972 242


Warum eine Generationenhilfe:

Die Gesellschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel:

  • Es gibt immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter und immer mehr Menschen über 60, mit weit reichenden Folgen für das System der sozialen Sicherung;
  • immer mehr Menschen leben alleine, insbesondere ältere Menschen sind von dieser Situation betroffen;
  • mit der gestiegenen Lebenserwartung, ist das Anwachsen der Zahl der Älteren verbunden, besonders die Zahl der über 80jährigen steigt an. Damit wird es zukünftig auch immer mehr Hilfs- und Pflegebedürftige geben.

Vor allem für die Kommunen stellen sich damit neue Herausforderungen, für die es bisher keine Lösung gibt. Fest steht für alle Beteiligten, dass neben professioneller Hilfe das bürgerschaftliche Engagement eine große Rolle dabei spielen muss, für dessen wirksames Werden es geeignete Strukturen geben muss.
Generationenhilfen weisen solche Strukturen auf, die geeignet sind auf der Basis der Freiwilligkeit, Hilfeleistungen für jene zu organisieren, die sie brauchen. Sie ermöglichen auch, das bedeutsame Potential für ein solches Engagement und die große Bereitschaft vieler bisher nicht Engagierter zu aktivieren, insbesondere bei den “jungen Alten“.
Die Gründe, warum Generationenhilfen geeignet sind, erforderliche ehrenamtliche Hilfen zu organisieren und Freiwillige zu mobilisieren, sind vor allem die folgenden:

Sie entsprechen dem Bedürfnis der Freiwilligen, sich selbst bestimmt zu engagieren und die vorhandene Kompetenz einzubringen:
Generationenhilfen sind eigenständige Einrichtungen, ohne hierarchische Strukturen, wie sie oft große Verbände aufweisen. Sie können deshalb dem Wunsch vieler Menschen besser entsprechen, bei wichtigen Fragen mitzubestimmen.
Sie ermöglichen darüber hinaus, dass jeder Einzelne selbst entscheidet, welche Hilfen er wann und wie lange anbietet.
Attraktivität macht sich auch daran fest, dass die Erfüllung der Aufgaben eine Vielzahl unterschiedlicher Fähigkeiten erfordert. So findet dort jede/r seinen/ihren Platz und kann sich mit vorhandenen Kenntnissen, Erfahrungen und Tatendrang einbringen.

Sie zeichnen sich durch ein Gemeinschaftsprinzip aus:
Sie sind ein Ort der Solidarität zwischen den Generationen

Auch wenn in Generationenhilfen in der Hauptsache ältere Menschen aktiv sind, so stehen sie doch allen Generationen offen. Viele bieten ihre Leistungen in Schulen, Kindertagesstätten und Jugendzentren an und fördern auf diese Weise den Austausch zwischen den Generationen. Dieser Dialog ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sehr bedeutsam, weil er eine Plattform für einen lebendigen Dialog zwischen den Generationen darstellt.

Sie sind am Gemeinwesen orientiert und lokal verankert
Die Generationenhilfen machen schon im Namen deutlich, dass sie sich in ihrer Arbeit als Teil des Netzwerks in der Kommune sehen. Sie sind ein wichtiges Glied in der Kette, wenn es um den Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen geht. Oft sind Menschen auf Hilfen angewiesen, die professionelle Dienste nicht anbieten. Dazu gehören z.B. Begleitdienste zum Arzt oder zum Einkaufen, „einfachste Hausmeistertätigkeiten“ wie z.B. das Wechseln einer Glühbirne oder das Aufhängen eines gewaschenen Vorhangs. Auch die über die Pflegeversicherung finanzierte professionelle Versorgung durch Pflegedienste und hauswirtschaftliche Hilfen ist zeitlich so gering bemessen, dass sie wenig für die Aufrechterhaltung des Kontaktes zur Außenwelt beiträgt.

Sie sind ein wichtiges Element gegen die Vereinsamung allein lebender Menschen

Zu den wesentlichen Aufgaben der Generationenhilfe gehört die Aufrechterhaltung des Kontakts von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen mit der Außenwelt.
Sie wollen es ihnen ermöglichen, weiterhin am Leben außerhalb der eigenen Wohnung teilzuhaben.
Vor allem für die alleine Lebenden ist diese Kontaktaufnahme und -pflege oft die einzige Möglichkeit der Kommunikation. Es ist unbestritten, dass solche Kontakte zu anderen Menschen nicht nur die seelische, sondern auch die körperliche Gesundheit fördern. So betrachtet hat das Tätigsein der Generationenhilfen für die Gesellschaft eine Bedeutung, deren
Wert nicht hoch genug angesetzt werden kann.

Generationenhilfen sind soziale Organisation unter Vielen
Generationenhilfen wollen vor allem Eines: Menschen, die auf Hilfen angewiesen sind, bei der Bewältigung des Alltags unterstützen und damit zu einem solidarischen Miteinander beitragen.
Das Ziel, der Unterstützung von Hilfebedürftigen, teilen sie mit etlichen professionellen und ehrenamtlichen Akteuren. Dazu zählen Seniorenclubs, kirchliche Angebote, Besuchsdienste, Angebote der Wohlfahrtsverbände, Tauschringe aber auch die Sozialämter der Kommunen. Die ehrenamtlich tätigen Einrichtungen sind sehr unterschiedlich und abhängig von der "Gründungsidee".

Vgl. auch: Handbuch Generationenhilfen,
LandesEhrenamtsagentur Hessen
www.gemeinsam-aktiv.de